Beratung fast vor der Haustür
Unser Verein war zu Besuch in der Greta-Schoon-Schule in Leer, um die Gartenpädagogin der Schule, die Vorsitzende des Fördervereins sowie die Schulleitung rund um Fördermittel, nachhaltige Projektentwicklung und sinnvolle Herangehensweisen bei zukünftigen Maßnahmen zu beraten. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Schul- und Freiräume langfristig qualitativ, inklusiv und pädagogisch sinnvoll entwickelt werden können.
In dem Beratungsgespräch wurde deutlich, dass erfolgreiche Fördermittelprojekte weit mehr benötigen als einzelne Anschaffungen oder spontane Sachspenden. Fördermittelgeber achten zunehmend darauf, ob hinter einer Maßnahme ein durchdachtes Gesamtkonzept steht, das langfristig wirkt und einen echten Mehrwert für Kinder und die gesamte Schulgemeinschaft schafft.
Besonders wichtig war deshalb das Thema Priorisierung. Denn nicht jede kurzfristige Möglichkeit ist automatisch nachhaltig sinnvoll. Häufig entstehen Projekte unter Zeitdruck oder aus unterschiedlichen Herausforderungen und individuellen Wünschen, ohne zuvor den tatsächlichen Bedarf zu analysieren oder die Beteiligten bzw. die tatsächliche Nutzerschaft ausreichend einzubinden. Genau hier setzt eine strategische Planung an: Erst zuhören, dann priorisieren und anschließend gezielt Fördermittel passend zum tatsächlichen Bedarf suchen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Beratung war die Bedeutung von Beteiligungsprozessen. Bevor Maßnahmen geplant oder Förderanträge gestellt werden, sollte zunächst gemeinsam mit Kindern, pädagogischen Fachkräften und weiteren Beteiligten erarbeitet werden, welche Anforderungen, Wünsche und Herausforderungen überhaupt bestehen. Nur so entstehen Orte mit echter Aufenthaltsqualität, hoher Akzeptanz und langfristigem Nutzen.
Außerdem wurde darüber gesprochen, dass Qualität langfristig wichtiger ist als eine Vielzahl unkoordinierter Einzelmaßnahmen. Gute inklusive Schul- und Freiräume entstehen nicht zufällig, sondern durch klare Zielsetzungen, pädagogische Überlegungen und eine nachhaltige Gesamtplanung.
Wir bedanken uns herzlich für das Vertrauen, die offenen Gespräche und den wertschätzenden Austausch vor Ort. Es freut uns sehr, Schulen und Initiativen auf ihrem Weg zu zukunftsfähigen, inklusiven und förderfähigen Projekten begleiten zu dürfen.